Dienstag, 17. Dezember 2013

Gefährliche Gedanken

Mit Kierkegaard ins Neue Jahr?

Der dänische Philosoph, dessen Geburtstag sich 2013 zum 200. Mal jährt, gilt als Erfinder des Existenzialismus. Kierkegaard interessierte sich vor 150 Jahren bereits für Themen, die den rastlosen Menschen im Medienzeitalter immer stärker bewegen: Zweifel, Angst, Verlust an Liebe und Identität.

Am frühen Morgen des 31.12.13 zeigt arte die Wiederholung des Dokumentarfilms Kierkegaard - Gefährliche Gedanken. Termin vormerken und/oder Video/Festplattenrekorder programmieren. Sehenswert!


Dienstag, 3. Dezember 2013

Zauberwörter

Wer würde nicht gerne zaubern können? Zauberer benutzen unter anderem Zaubersprüche, sogenannte "magische Formeln", die meistens streng geheim sind. Wo würden Sie nach einem Zaubermittel suchen? Bevor Sie lange rätseln verrate ich es Ihnen: echte Zaubermittel sind völlig unscheinbar und liegen offen herum. Zu diesen Zaubermitteln gehören kleine Wörter, deren Verwendung unsere persönliche Entwicklung begünstigen. Zwei möchte ich Ihnen hier vorstellen: "aha" und "und"



Das Wörtchen UND 
Wenn wir uns mit Menschen unterhalten, und unseren eigenen Standpunkt vertreten, grenzen wir uns durch das aber ab. Ein typischer Satz lautet: Du hast recht, aber... Das aber errichtet eine Barriere. Es macht das vorher Gesagte zunichte, im Sinne von: "Du hast recht, aber ich (oder andere) haben rechter". Das Gegenüber wird sich angesichts eines aber genötigt fühlen, die eigene Position noch deutlicher zu machen - und aus einer Diskussion kann leicht ein Streit werden. Wenn Sie eher darauf aus sind, eine offene oder diplomatische Haltung einzunehmen - auch im inneren Dialog sich selbst gegenüber - achten Sie auf die vielen abers in Ihrem Leben, und ersetzen Sie sie probeweise durch das und. Dieses kleine Wörtchen ist nämlich in der Lage, auch widersprüchliche Positionen zu verbinden. Zwei Möglichkeiten stehen gleichberechtigt nebeneinander und konkurrieren nicht um eine Vorherrschaft: "Du hast recht - und ich sehe da noch einen weiteren Aspekt an dieser Sache..." Wenn wir uns daran gewöhnen können, häufiger das Wort und anstelle von aber zu verwenden, können wir uns vom allseits so beliebten Schwarz-Weiss-Denken allmählich lösen. Es gibt meistens mehr als zwei Möglichkeiten, Dinge wahrzunehmen. Das Wörtchen und macht uns im Umgang mit anderen Menschen reicher und toleranter. Probieren Sie es aus!

Ähnlich wie das und funktioniert das Wörtchen aha.

AHA - wieder was gelernt?
Aha entfaltet seine besondere Wirkung, wenn man jemandem zuhört und noch mehr Informationen möchte, oder wenn etwas nicht so ist, wie wir es gerne hätten, oder gar wenn etwas richtig schief geht und uns Worte wie "Mist" oder "Sch..." auf der Zunge liegen. Wenn wir in solchen Situationen das Wörtchen aha verwenden, spüren wir innerlich einen Unterschied: Wir fühlen uns höchstwahrscheinlich nicht so unwohl, denn das aha gibt eine Lernchance, eine Wiederholungsmöglichkeit. Sie verurteilen sich damit nicht selbst, sondern stellen zunächst einfach nur fest, was war. Wenn Sie demnächst mal wieder fluchen wollen, oder Sätze wie "das kann ich nicht", "das ist schwer", "ich habe keine Lust", dann ersetzen Sie auch diese durch aha. Wenn Sie den kleinen Zauberwörtern Raum geben, werden Sie selbst in Ihrem Leben zum Magier...

Der AHA-Tipp stammt aus dem Buch von
Christian Maier: Spielraum für Wesentliches
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Dieser Artikel stammt von unserer Webseite www.betrachtenswert.de, die im November 2013 vom Netz gegangen ist. Mehr dazu...